Professoren kämpfen um Deutsch als Wissenschaftssprache
Hochschul-Professoren fürchten, dass Deutsch als Wissenschaftssprache vom Englischen verdrängt wird.
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In einem Offenen Brief an alle Kultus-, Bildungs- und Wissenschaftsminister der Länder forderten am Donnerstag 37 Professoren die «Sicherung und den Ausbau» der deutschen Sprache im Wissenschaftsbetrieb. Auf Kongressen in der Bundesrepublik werde heute ausschließlich Englisch gesprochen, auch wenn überwiegend deutsche Teilnehmer anwesend seien, kritisierten die Hochschullehrer.
Sie bemängelten ferner, dass Grundvorlesungen immer häufiger auf Englisch angeboten werden und weniger Publikationen auf Deutsch erschienen. Diese Entwicklung gefährde den Kontakt zur Alltagswelt, argumentieren die Wissenschaftler. Der Offene Brief endet mit einer Bitte an die Kultusministerkonferenz, noch im Jahr 2001 politisch die Initiative für die deutsche Sprache im Wissenschaftsbetrieb zu ergreifen.
Zu den Initiatoren des Briefes gehören der Berliner Umweltpolitologe Udo Ernst Simonis (Wissenschaftszentrum), der Berliner Soziologe Fritz Vilmar (Freie Universität) und der Direktor des Umweltbundesamtes Berlin, Hermann Dieter.
dpa



















