Füller aus Nanoröhrchen schreibt mit einzelnen Atomen
Einen revolutionären Fortschritt in der Nanotechnologie könnte eine Idee von Physikern der Michigan State University und der University of Toronto bedeuten. Schnell und präzise wollen sie mit einem ein milliardstel Meter kleinen Nanoröhrchen aus Kohlenstoff beliebige Elemente Atom für Atom deponieren. Bisher lassen sich nur mit Rastertunnelmikroskopen einzelne Atome mühselig zu kleinen Strukturen zusammenschieben.
Die Nanoröhre aus Fullerenen oder atomdünnen Kohlenstofflagen, werde dazu mit einzelnen Atomen des gewünschten Elements wie ein Füller gefüllt. Mit zwei Lasern ließen sich die Atome durch die Röhre pumpen. Durch die Phasenverschiebung und die Leistung der Laser werden die Atome in Richtung und Geschwindigkeit kontrolliert auf eine Oberfläche geschrieben.
Obwohl die Geometrie der Röhre fehlerfrei sein müsse, um einen kontinuierlichen Atomfluß zu gewährleisten, glauben die Forscher, daß alle technologischen Voraussetzungen vorhanden seien. Nanoröhrchen lassen sich bereits mit verschiedenen Methoden herstellen. Zudem gebe es bereits die notwendigen Laser, die bei den erforderten Wellenlängen kurze Mikrosekunden lange Lichtpulse kontrolliert aussenden können.
Jan Oliver Löfken, New Scientist


















