Die Keramik-Herstellung verliert ihre "Mystik"
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Ein Gemeinschaftsprojekt von fünf kommerziellen Keramik-Herstellern in den USA mit den staatlichen Sandia National Laboratories und Los Alamos National schreibt "Keramik-Geschichte". Die Unwägbarkeiten und die bisher übliche "Versuch-und-Irrtum-Methode" im Produktionsprozeß werden durch wissenschaftliche Erkenntnisse ersetzt. Besser Produkte und niedrigere Produktionskosten sind die Folge. Das Projekt CRADA vereinte vor drei Jahren erstmals die untereinander konkurrierenden Keramikproduzenten zu gemeinsamen Anstrengungen. Die staatlichen Sandia-Labore nehmen Teil, weil Keramik mittlerweile aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken ist: von Haushaltsgeräten über Autos, Flugzeuge, Computer und in der Medizintechnik finden sie Anwendung. Die Nutzung reicht vom elektrischen bis zum optischen Bereich. Erste Ergebnisse der Forschungsanstrengungen führten in verschiedenen Firmen bereits zu Einsparungen von über 150.000 Dollar, zu deutlicher Zeitersparnis, gesteigerten Verkaufszahlen und neuen Aufträgen. Inzwischen modellieren die Teilnehmer neue keramische Teile auf dem PC und können bereits im Vorfeld mögliche Design-Fehler aufdecken. "Wir wollen simple Computerprogramme entwickeln, mit denen auch der Laie in der Fabrikhalle die Komponenten oder den Prozeß auf Fehler kontrollieren und gegebenenfalls korrigieren kann", so Projektleiter Kevin Ewsuk von Sandia . Neben dem Einsatz von Computer-Modellierung, die den bisherigen, manuellen Entwicklungsprozeß neuer Produkte fast komplett ersetzen kann, arbeiten die Forscher auch an der Analyse und Optimierung der Keramik-Pulver und der Methode der Pulver-Pressung, die zur Form führt. Los Alamos und Sandia unterwarfen die herkömmlichen Methoden und Materialien ihren Tests mit Ultraschall, optischen und Elektronen-Mikroskopen sowie einer Röntgen-Computertomographie. Die Zusammenarbeit zwischen Privatunternehmen und staatlicher Forschung könnte Vorbildcharakter haben, Geld sparen und Verdienste steigern, so Ewsuk: "Wir gehen davon aus, daß die Innovationen, die CRADA hervorgebracht hat, einen Einfluß auf andere Firmen haben wird, die nach modernsten Herstellungsprozessen suchen."
Dörte Saße, EurekAlert


















