Nano-Roboter aus DNS-Molekülen
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Einen ersten Schritt bei der Entwicklung von Maschinen mit Nanometer-Ausmaßen (milliardstel Meter) glauben Forscher der New York University gemacht zu haben. Mit den langen Molekülketten eines synthetischen Strangs aus dem Erbmolekül DNS setzten sie zwei starre "Arme" zusammen, die beliebig um eine feste Achse rotieren können. Diese mechanische Rotation läßt sich von außen wie ein Roboter kontrollieren.
Die Position der DNS-Arme steuerten die Forscher, indem sie eine positiv geladene Kobalt-Verbindung in die Lösung mit der Nanomaschine hinzugaben. Dabei drehte sich ein Molekülarm in eine neue Position, die äußerst ungewöhnlich für diese Art von Molekülen ist. Für diesen Effekt nutzten die Forscher die Eigenschaft, daß sich DNS-Stränge selbstorganisiert zu einer wohldefinierten Struktur zusammenfügen. Bei dem "Nano-Roboter" setzten sie zwei sogenannte "Doppel-Kreuz" DNS-Moleküle zusammen. Diese sind über eine Brücke aus einer klassisch rechts-ausgerichteten DNS-Struktur verbunden, B-DNS genannt. Durch die Zugabe der positiv geladenen Teilchen klappte eintlang der Brücke ein DNS-Arm in die ungewöhnlich links-ausgerichtete Struktur, Z-DNS, um.
Die Forscher sehen in dem Mechanismus mögliche Anwendungen für spätere Nanoroboter, die in Zukunft gezielt Substanzen aus einzelnen Molekülen beliebig aufbauen könnten.
Jan Oliver Loefken, Nature


















