Gentherapie gegen Herzinsuffizienz
Eiweiß bringt versagenden Zellen kräftigen Herzschlag zurück
Mittels einer Gentherapie ist es amerikanischen Medizinern gelungen, die Funktion geschädigter menschlicher Herzzellen wieder herzustellen. Die Methode könnte in Zukunft möglicherweise helfen, Patienten mit Herzinsuffizienz zu heilen. Ihre Versuche stellen Walter Koch von der Thomas-Jefferson-Universität in Philadelphia und seine Kollegen in der Fachzeitschrift Circulation vor (Ausgabe vom 6. April).
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Die Forscher arbeiteten mit isolierten Herzzellen von Patienten mit Herzinsuffizienz. Derart geschädigte Zellen sind nicht mehr in der Lage, sich kräftig zusammenzuziehen und dadurch das Herz schlagen zu lassen. Mithilfe eines gewöhnlichen, unschädlich gemachten Erkältungsvirus schleusten die Wissenschaftler ein Gen in die Zellen, das die Informationen für ein bestimmtes Eiweiß namens ßARKct enthält. Dieses Protein ist in der Lage, die Aktivität eines Enzyms mit dem Namen ßARK zu blockieren. Das Enzym kommt in versagenden Herzzellen in erhöhten Mengen vor und spielt bei der Entstehung von Herzinsuffizienz eine entscheidende Rolle.
Mit einer Videokamera filmten die Mediziner, wie kräftig die einzelnen Herzzellen nach der Einschleusung des Gens schlugen. Versagende Zellen, bei denen ßARK blockiert worden war, erlangten durch die Gentherapie die Fähigkeit zurück, wieder normal zu arbeiten, fanden die Mediziner. Mit ihren erfolgreichen Versuche an den isolierten Herzzellen sind die Forscher klinischen Studien am Menschen einen Schritt näher gekommen.
ddp/bdw – Cornelia Pfaff


















