bild der wissenschaft plus 1/2013

Gesundheit 2030

Ermutigende Perspektiven

Selten habe ich die Entwicklung einer bild der wissenschaft-Sonderausgabe mit so großer Spannung und persönlicher Erbauung verfolgt wie bei diesem Heft zum 20-Jährigen des Max Delbrück-Centrums. Was dort erforscht wird – und vor allem, wie an große Herausforderungen herangerückt wird, meinte ich zwar durch viele Pressemitteilungen zu kennen. Doch immer drängte sich mir beim Gedanken an das MDC eine Abendveranstaltung kurz nach der Wende auf, die ich als unpersönlich und etwas muffig in Erinnerung hatte. Durch die jetzige Kooperation habe ich ein völlig anderes Bild dieser Einrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft gewonnen.

Denn was in Buch im äußersten Nordosten Berlins durch die innovativen Forschungsansätze der molekularen Medizin passiert, ist atemberaubend. Mich fasziniert, wie trickreich und clever die dortigen Wissenschaftler den Ursachen von Krankheiten auf der Ebene der Moleküle nachstellen – und was das heißen kann für die Bewältigung von Parkinson-, Alzheimer- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Alle von unseren Autoren geschriebenen und von der bdw-Ressortleiterin für Lebenswissenschaften Judith Rauch bearbeiteten Beiträge habe ich mit Freude und großem Wissenszuwachs gelesen. Gefallen hat mir auch die fotografische und grafische Umsetzung der optisch schwierig darstellbaren Inhalte. Wie begeistert MDC-Wissenschaftler an dieser bdw-Sonderausgabe mitgewirkt haben, offenbart bereits die Titelseite: Jana Wolf, Daniel Heinze, Francesca Spagnoli und Stefan Kempa (von links nach rechts) haben sich dafür gerne auf einem Modell des Insulin-Moleküls in Positur gestellt.

Auch Projektleiterin Rauch hatte ihren Spaß. „Besonders beeindruckt hat mich bei der Recherche der junge Max Delbrück – wie er mit gerade 29 Jahren zusammen mit anderen jungen Wilden mal kurz die Molekularbiologie erfunden hat." Denselben Geist spürte sie bei drei jungen Mitarbeitern im Team des MDC-Systembiologen Nikolaus Rajewsky. „Die Unterhaltung mit ihnen am 20. September war wie eine Intelligenzdusche." Den daraus resultierenden Beitrag lesen Sie auf den folgenden Seiten.

Welche Bedeutung die Arbeiten am MDC international inzwischen einnehmen und welche Perspektiven sich aus einer engeren Zusammenführung der Forschungsteams am MDC und der Berliner Universitätsklinik Charité ergeben, erläutert der Wissenschaftliche Direktor Walter Rosenthal im Interview ab Seite 15.

Hinein also ins intellektuelle Vergnügen. Nahezu jeder Beitrag dieser bdw-Sonderausgabe ist ein wesentlicher Baustein, um zu verstehen, welche guten Perspektiven die meisten von uns künftig haben werden – im Hinblick auf die Behandlung von heute noch unheilbaren Erkrankungen.

Ihr Wolfgang Hess, Chefredakteur

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