bild der wissenschaft plus 11/2014

KLAUS TSCHIRA PREIS für verständliche Wissenschaft - Die Preisträger 2014

Weit mehr als ein Preis!

51 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben den seit 2006 deutschlandweit ausgeschriebenen Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft erhalten. Die Arbeiten der sechs aktuellen Preisträger sind Hauptbestandteil dieses bild der wissenschaft plus. Der Klaus Tschira Preis – übergeben in einer festlichen Veranstaltung und verbunden mit einem Preisgeld von 5000 Euro – soll die Sieger ein Forscherleben lang anspornen, sich neben der wissenschaftlichen Exzellenz um eine verständliche Darstellung zu bemühen, wenn es darum geht, die breite Öffentlichkeit zu informieren.

Um Preisträger und alle anderen 1500 Bewerber noch besser für diese Aufgabe zu qualifizieren, kamen die Mitarbeiter der Klaus Tschira Stiftung schon 2009 auf die Idee, den Workshop „Wissenschaftskommunikation" anzubieten: erst eintägig, seit 2013 zweitägig. In ihm vermittelt Carsten Könneker, Wissenschaftlicher Direktor des Nationalen Instituts für Wissenschaftskommunikation und Chefredakteur im Verlag Spektrum der Wissenschaft, wie zeitgemäßes Kommunizieren aussehen muss. Am zweiten Seminartag analysiert der Wissenschaftsjournalist Martin Roos die eingereichten Beiträge für den Klaus Tschira Preis individuell und vermittelt gleichzeitig wesentliche journalistische Darstellungsformen.

74 Frauen und Männer haben die Workshops jüngst besucht. Das sind 42 Prozent aller Bewerber um den Klaus Tschira Preis 2013. Darunter war Dörte Beigel, die als Postdoc am „Interdisciplinary Center für Scientific Computing" (IWR) der Universität Heidelberg arbeitet. Es war ihr erster Workshop dieser Art. Als sie von der Stiftung eingeladen wurde, zögerte sie keine Minute, dafür Zeit aufzubringen. „Was mir sehr gut gefallen hat, war das strukturierte Nachdenken über Wissenschaftskommunikation. Ich habe gelernt, wie ich eine Kernbotschaft herausarbeite, zielgruppengerecht kommuniziere und welcher Stil hierfür besonders geeignet ist." Beigel nutzte soeben ihr neu gewonnenes Wissen beispielsweise, um ihr Fachgebiet im Rahmen des Heidelberg Laureate Forums 2014 vorzustellen.

Apropos: Das Heidelberg Laureate Forum ist eine gemeinsame Initiative der Klaus Tschira Stiftung und ihres Forschungsinstituts, des Heidelberger Instituts für Theoretische Studien. Ziel der Initiative (Beitrag ab Seite 4) ist es, Mathematikern und Informatikern ein ähnliches Netzwerktreffen zu ermöglichen, wie es die Lindauer Nobelpreisträgertagungen seit vielen Jahrzehnten bieten.

Die Aktivitäten der Klaus Tschira Stiftung gehen somit weit über die Vergabe eines Preises hinaus. „Unser Wohlstand und unsere Kommunikation beruhen auf den Naturwissenschaften, ebenso wie auf der Mathematik und der Informatik. Damit unsere Gesellschaft auch zukünftig auf den Ergebnissen dieser Fachgebiete aufbauen kann, unterstützt die Klaus Tschira Stiftung Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik und möchte zu deren Wertschätzung beitragen", beschreibt die Stiftung ihr Ziel.

Stifter wie Klaus Tschira verschaffen Deutschland somit zusätzliche Perspektiven.

Ihr Wolfgang Hess, Chefredakteur

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