Ausgespäht und überwacht

Kommt nicht aus den Schlagzeilen: die National Security Agency (Bild: D. Burnett/ContactPressImages/Agentur Focus)

Seit der ehemalige amerikanische Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden über die Praxis der National Security Agency (NSA) der USA ausgepackt hat, herrscht helle Aufregung. Die Datensammelwut der NSA scheint im Zuge der Terrorismusbekämpfung vor niemandem halt zu machen und keine Grenzen zu kennen. Möglicherweise sind auch deutsche Behörden beim Ausspähen und Überwachen beteiligt und es erhebt sich die Frage, wie sicher Telefonieren oder Surfen im Internet überhaupt noch ist. Doch welcher Technik bedienen sich die Schlapphüte der verschiedenen Dienste und wer gerät besonders in ihr Visier? Und: Wer profitiert noch von den gewaltigen Datenmengen? Fragen, die bdw-Autor Ulrich Schmitz in der Septemberausgabe von bild der wissenschaft in einem Artikel mit dem Titel "Agenten im Heuhaufen" beantwortet.

Schmitz hat sich akribisch in die Materie eingearbeitet, aufwendig recherchiert und mit einer Reihe von Experten gesprochen. Er war darüber erstaunt, welche Möglichkeiten den Geheimdiensten inzwischen zur Verfügung stehen, um selbst Otto-Normalverbraucher mit ausgeklügelter Software zu einem gläsernen Bürger zu machen. Dafür stehen enorme Summen zur Verfügung, immer größere Investitionen in Milliardenhöhe sind geplant. Sicher kann sich offenbar niemand mehr fühlen, der im Internet unterwegs ist. Überwacht werden unter anderem soziale Netzwerke, Suchanfragen und der E-Mail-Verkehr.

Doch Schmitz hat auch herausgefunden, dass nicht nur Geheimdienste, sondern auch "normale" Unternehmen wie Energieversorger und Kreditkartenfirmen die teilweise frei verkäuflichen Programme für ihre Interessen zu nutzen wissen. Der Zweck heiligt die Mittel, meint der Autor und fordert, dass es jetzt an der Zeit ist, über diesen Zweck zu diskutieren.

Wenn auch Sie mitdiskutieren und nicht nur oberflächlich informiert sein wollen, sollten Sie den Artikel von Ulrich Schmitz unbedingt lesen – in der aktuellen Ausgabe von bild der wissenschaft.
 

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