Aufgespießt: Ja, Jaa, Jaaa, Jaaaa!

Sie kann Pornovideos im Internet erkennen und herausfiltern ? die neue Software von Myung Jong Kim und Hoirin Kim vom Korean Advanced Institute of Science and Technology in Daejeon. Und das tut sie nicht anhand von Bildern. Das Programm reagiert vielmehr auf das Gestöhne, das in den Schmuddelfilmchen zu hören ist. Die beiden jungen Wissenschaftler hatten zunächst analysiert, was in Pornos so alles zu vernehmen ist. Ergebnis: Pornografische Klänge (vulgo: Sexgestöhne) spielen sich eher in höheren Frequenzen ab und ändern sich schnell. Dabei wiederholen sich die Laute recht häufig ? im Gegensatz zu normalen Sprachaufnahmen, bei denen tiefere Frequenzen ohne große Wechsel vorherrschen.
Mit diesen Erkenntnissen gewappnet, fütterten die Koreaner ihren Computer mit halbsekündigen Audioclips der erregten Töne, was es diesem wiederum ermöglichte, die nackten Tatsachen im Internet zu identifizieren. Mit einem entsprechenden Filter im Computer könnten Eltern verhindern, dass sich ihr Nachwuchs an unerwünschten Elaboraten ergötzt. Immerhin hat die Software in ersten Testläufen 93 Prozent der Pornovideos erkannt.

Vorab und exklusiv haben Kim&Kim bereits dem britischen Wissenschaftsmagazin New Scientist über ihren Erfolg berichtet. Nächsten Monat soll das Programm auf dem International Workshop on Content-Based Multimedia Indexing in Madrid dem interessierten Fachpublikum präsentiert werden.
Artikel im New Scientist

wissenschaft.de - Hans Groth


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