Sportrekorde sind Zufallsprodukte

Die meisten athletischen Weltrekorde sind Zufallstreffer: Statt verbesserter Technik oder gesteigerter Ausdauer bestimmen Einflüsse wie Wind und Wetter, ob Rekorde gebrochen werden. Das behaupten deutsche Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Nature (Ausgabe 417, S. 506). Demnach lassen sich Zweidrittel aller Leichtathletikrekorde, etwa bei den meisten Wettlaufarten, auf Zufälle zurückführen.
Die Wissenschaftler um Daniel Gembris vom Forschungszentrum Jülich sagten aufgrund der Weltjahresbestleistungen in Leichtathletik zwischen 1980 und 1989 zukünftige Rekorde voraus. Dabei nahmen sie an, dass Verbesserungen nur durch zufällige Einflüsse statt durch neue Trainingsmethoden oder mehr Athleten im Wettbewerb möglich seien. Ihre Vorhersagen für die Jahre 1990 bis 1999 stimmten gut mit den tatsächlichen Resultaten überein und bestätigten so die Zufalls-Hypothese.

Aber Trainer müssen die Schultern nicht hängen lassen. Die physiologische Leistungsgrenze sei noch nicht erreicht, sagte Daniel Gembris gegenüber ddp. So hat es beispielsweise beim 10 000 Meterlauf Leistungssteigerungen gegeben, die sich nicht durch glückliche Zufälle erklären lassen.
ddp/bdw - Florian Sander


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