Macht Mathe den Fußballmeister?

Die Entscheidung über die Entlassung von Fußballtrainern, die nicht die geforderten Leistungen einbringen, sollte von dem Ergebnis einer genauen statistischen Analyse abhängig gemacht werden. Auf diese Weise könnten die Clubs die von ihnen im Laufe einer Saison erreichte Punktzahl um bis zu zehn Prozent erhöhen. Dies ist das Ergebnis einer im Online-Nachrichtendienst der BBC vorgestellten Studie der Universität von Cambridge in Großbritannien.
Die von dem Mathematiker Chris Hope des Judge Institute of Management entwickelte Gleichung soll Managern die Entscheidung eines Trainerwechsels erleichtern. Die von dem in Frage kommenden Club pro Spiel erreichten Punktzahlen liefern die Parameter der Formel, wobei vor kurzem stattgefundene Spiele eine höhere statistische Gewichtung erfahren als ältere.

Den Aussagen von Chris Hope zu Folge sollte ein englischer Club der Premier League mit folgendem Rezept seine durchschnittliche Saisonpunktzahl von 51.8 auf 56.8 Punkte erhöhen können: Zunächst sollten dem neuen Trainer acht Spiele andauernde "Flitterwochen" gewährt werden. Danach tritt die statistische Analyse in Kraft, wobei die letzten fünf Spiele eine statistische Gewichtung von 47 Prozent erfahren müssen. Wenn ein Club dann weniger als 0.74 Punkte pro Spiel erzielt, sollte der Trainer entlassen werden.

Diese "Faustformel" ist das Ergebnis einer Analyse der ersten Liga des englischen Profifußballs der vergangenen sechs Jahre. Die Parameter der Formel sind allerdings wohl nicht direkt auf deutsche Verhältnisse übertragbar ? vielleicht findet sich ja ein Mathematiker unter den deutschen Fußballfans, der die Ergebnisse des Cambridgeforschers auf die Bundesliga überträgt.
Stefan Maier


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