Mathematiker hält das US-Raketenabwehrprogramm für ein Placebo

Mit den Methoden der mathematischen Spieltheorie hat Julian Palmore von der Universität von Illinois in Urbana-Champaign den Nutzen des Raketenabwehrprogramms für die USA bewertet. Sein Fazit: "Sicherheit ist ein Placebo." Palmore veröffentlicht die Studie zusammen mit seinem Kollegen Francois Melese in der Fachzeitschrift Defense Analysis.
Das Ergebnis seiner Bewertung fasst Palmore so zusammen: "Wenn wir ein Abwehrprogramm aufbauen, von dem jedermann hundertprozentig glaubt, dass es uns schützt, dann werden unsere Gegner kein Geld für den Bau von Interkontinentalraketen ausgeben. Sie werden ihr Geld in andere Waffen investieren."

Allerdings ist Palmore kein absoluter Gegner des Raketenabwehrprogramms. Er möchte nur Kosten und Nutzen realistisch bewertet sehen. Er plädiert dafür, nicht zu viel Geld in das Raketenabwehrprogramm zu investieren und statt dessen mehr Finanzmittel für alternative Verteidigungsprojekte zur Verfügung zu stellen.

Die Spieltheorie beschäftigt sich mit so unterschiedlichen Dingen wie Konfliktforschung oder der Erforschung von Evolutionsstrategien. Sie liefert einen mathematischen Rahmen, der es gestattet, in Konkurrenzsituationen jeglicher Art nach optimalen Lösungen zu suchen. Eines ihrer bekanntesten Probleme ist das Gefangenendilemma.
Axel Tillemans


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