Ältester Schmuck der Welt entdeckt
Bereits vor 100.000 Jahren schmückten sich Menschen mit Muscheln. Das schließen Wissenschaftler eines internationalen Forscherteams aus der Analyse von Muscheln aus Israel und Algerien. Die insgesamt drei Fundstücke waren bereits vor mehr als sechzig Jahren ausgegraben worden und schlummerten seither in den Archiven des Naturgeschichtlichen Museums in London und des Musée de l´Homme in Paris. Die frühesten bisher bekannten Funde von Muscheln als Schmuck stammen aus Südafrika und sind etwa 75.000 Jahre alt.
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Diese Funde des bisher bekannten ältesten Schmucks zeigten, dass der moderne Mensch in Afrika bereits sehr früh Verhaltensweisen zeigte, die auf eine kulturelle Entwicklung hindeuten, erklären die Forscher. Bisher vermuteten die meisten Wissenschaftler diese ersten Zeichen menschlicher Kultur mit Schmuck, Malerei, Kunst und Musik erst vor etwa 40.000 Jahren. Diese Ansicht kam vor zwei Jahren mit dem Fund der 75.000 Jahre alten Muscheln aus Südafrika erstmals ins Wanken.
Auch wenn es sich nur um drei Muscheln handelt, glauben die Forscher an die Aussagekraft ihrer Fundstücke. Allein die Tatsache, dass die in Algerien entdeckten Muscheln vom 200 Kilometer entfernten Meer an den Fundort gebracht wurden, deute auf eine besondere ideelle Bedeutung der Schalen hin.
Marian Vanhaeren (University College, London) et al.: Science, Bd. 312, S. 1785
ddp/wissenschaft.de – Ulrich Dewald

















