Wie der Preis den Placeboeffekt beeinflusst
Ein teures Scheinmedikament wirkt besser als ein billiges. Damit hat neben dem Aussehen einer Tablette auch ihr Preis einen Einfluss auf die Stärke des Placeboeffektes, haben amerikanische Verhaltensforscher um Dan Ariely von der Duke-Universität in Durham herausgefunden. Sie gaben Versuchspersonen angebliche Schmerzmedikamente, jedoch ohne jeden Wirkstoff. Allein die Erwartung, dass die teure Medikamentenvariante auch ihr Geld wert sei und besser wirke, erhöhte den schmerzstillenden Effekt des Scheinmedikaments. Neben dem eigentlichen medizinischen Wirkstoff haben demzufolge auch die subjektiven Erwartungen und sogar die Preisinformation einen Einfluss auf den Therapieerfolg.
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Der Preis eines Medikamentes kann daher zusammen mit den damit verbundenen Erwartungen und Hoffungen des Patienten die Therapie beeinflussen, stellen die Forscher fest. Er kann damit genauso einen Placeboeffekt hervorrufen wie beispielsweise die Farbe, die Größe oder der Geschmack einer Pille. Aber auch das bloße Anpreisen eines Medikaments durch den Arzt kann bei Patienten eine positive Wirkung erzielen. Mediziner und Pharmahersteller müssten sich daher überlegen, wie sie billige Medikamente an die Patienten bringen, ohne dass diese denken, es seien Produkte mit geringerer Wirksamkeit, so das Fazit der Forscher.
Dan Ariely (Duke-Universität, Durham), Mitteilung der Duke-Universität
ddp/wissenschaft.de – Martin Schäfer

















