Von Waschbären und anderen Invasoren
Fremde Tiere, Pflanzen und Kleinstlebewesen, die in einen neuen Lebensraum gelangen, können zu einer Plage werden. Diese so genannten invasiven gebietsfremden Arten sind ein großes ökologisches Problem weltweit. Sie können nicht nur heimische Arten verdrängen, sondern sich auch mit ihnen kreuzen oder Epidemien einschleppen. Mitunter verändern sie sogar ganze Ökosysteme. Daher machen sich Biologen weltweit Gedanken über dieses Problem.
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In der Dämmerung wird er aktiv und schleicht auf der Suche nach Beute umher. Auf seiner Futterjagd macht der maskierte Räuber auch vor Wohngebieten nicht halt, durchstöbert Mülltonnen nach Essbarem, dringt auf der Suche nach leichter Beute in Geflügelställe ein. Die Rede ist nicht etwa vom Fuchs, sondern von einem weit exotischerem Genossen: dem Waschbären. Der Allesfresser kommt ursprünglich aus Amerika. Dort ist der Kleinsäuger mit der "Gesichtsmaske" vom südlichen Kanada bis nach Mittelamerika anzutreffen. Doch seit der Waschbär um das Jahr 1930 aus deutschen Pelztierfarmen ausgebüchst ist und 1934 am hessischen Edersee und auch noch offiziell angesiedelt wurde, hat er innerhalb von nur fünfzig Jahren die gesamten deutschen Mittelgebirge besiedelt und ist vielerorts schon zur Plage geworden.
So niedlich die Kleinbären auch sind, sie gehören nicht in die heimische Tierwelt. Sie sind eine so genannte invasive gebietsfremde Art. So nennen Biologen Organismen, die in eine neue Umgebung kommen und sich dort unkontrolliert vermehren. Die Auswirkungen invasiver Arten sind vielfältig, warnt der Senat der Bundesforschungsanstalten des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) in seinem Forschungsreport (2/2002): Sie verdrängen heimische Arten, kreuzen sich mit ihnen oder schleppen Epidemien ein. Mitunter verändern sie sogar ganze Ökosysteme.



















