Schwein gehabt: Tierorgane sollen künftig den Bedarf an Organen für Transplantationen decken helfen
Schweine könnten in Zukunft helfen, den großen Bedarf an Spenderorganen für Transplantationen zu decken. Doch bevor die Transplantation von Tierorganen auf den Menschen sicher funktioniert, haben Wissenschaftler noch eine ganze Reihe von Hürden zu überwinden.
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Mit Schweinen verbinden viele Schlamm und Schmutz – trotz der Sympathieträger wie die Filmgrößen Rudi Rüssel, Schweinchen Babe und Miss Piggy. Kaum eine andere Tiergruppe weckt so viele Assoziationen wie das Schwein, doch wer hätte gedacht, dass sich ausgerechnet die Transplantationsmedizin einmal in diese Liste einreihen wird. Aber genau in diesem Bereich, der eher mit sterilen Operationssälen als mit Schweineställen verbunden wird, spielen die Borstentiere eine immer wichtigere Rolle. Das Gebiet, auf dem sich die Schweine verdient machen, nennen Wissenschaftler Xenotransplantation. Dabei handelt es sich um die Übertragung von Zellen, Geweben oder Organen von einer Spezies auf eine andere, in diesem Fall vom Schwein auf den Mensch.
Auf das Schwein gekommen ist die Wissenschaft zunächst aus rein praktischen Gründen: Schweine sind überall billig zu züchten. Doch die Organe der Vierbeiner zeigen in Tests eine höhere mikrobiologische Sicherheit, also ein geringeres Risiko, über die Transplantation Krankheiten zu übertragen, als beispielsweise die Organe von Affen. Auf lange Sicht soll die Technik eine echte Alternative zur klassischen Organtransplantation bieten und damit den immer größer werdenden Mangel an menschlichen Spenderorganen auffangen.
Auf dem Weg der Xenotransplantation zur klinischen Praxis muss die Forschung jedoch mehrere Hürden zu überwinden. So ist die Abstoßungsreaktion aufgrund des geringen Verwandtschaftsgrades viel stärker als bei der so genannten Allotransplantation, der Organübertragung innerhalb einer Spezies. Bei artfremden Transplantaten kommt es neben der üblichen "einfachen" Abstoßung bereits Minuten nach der Übertragung zu einer so genannten hyperakuten Abstoßung, ausgelöst durch spezielle Zuckerreste auf den Zelloberflächen der Transplantate.



















