Jojo-Effekt macht krank
Das Auf und Ab beim Gewicht kann schwere seelische und körperliche Probleme verursachen
Fast jeder, der einmal eine Diät gemacht hat, kennt das Problem: Kaum hat man abgenommen, kehren die Pfunde auch schon wieder. Doch dieser sogenante Jojo-Effekt ist nicht nur lästig, sondern auch ungesund, haben Wissenschaftler entdeckt. Er fördert Herz-Kreislauf-Erkrankungen stärker als das Übergewicht selbst und belastet zudem die Psyche der Betroffenen.
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Es ist zum Verzweifeln! Da hungert man Tage, Wochen, ja sogar Monate, um unschöne Speckpolster an Bauch, Beinen und Po loszuwerden – und kaum lässt man die Zügel ein wenig schleifen, sind sie wieder da, in voller Pracht und nicht selten noch ausladender als vorher. Doch dieses gezeitenartige Auf und Ab des Gewichts, von Ernährungsforschern sehr bildhaft als Jojo-Effekt bezeichnet, ist nicht nur deprimierend und lästig: Immer mehr kristallisiert sich heraus, dass es extrem ungesund ist, schädlicher sogar als konstantes, stabiles Übergewicht – und zwar für Körper und Seele.
Da ist beispielsweise das Risiko für Herzinfarkte, bei beleibten Männern bekanntermaßen schon per se nicht gerade niedrig. Eine Langzeitstudie aus den USA zeigt jedoch, dass sich die Gefahr für eine tödliche Herzkrankheit sogar noch verdoppelt, wenn das Körpergewicht mehrmals um mehr als fünf Prozent schwankt, wie das Magazin "bild der wissenschaft" in seiner März-Ausgabe berichtet.
Ein ähnliches Bild ergab auch eine Untersuchung aus dem Jahr 2005 mit mehr als 27.000 gesunden Frauen und Männern, geleitet von dem Epidemiologen Heiner Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (Dife) in Potsdam: "Weight Cycler" – Opfer des Jojo-Effekts also – litten nicht nur messbar häufiger unter zu hohem Blutdruck als die Teilnehmer mit einem stabilen Gewicht, sondern sogar häufiger als diejenigen, die zuvor stetig zugenommen hatten.



















