Haare machen Leute
Alltägliche Probleme mit Haar und Kopfhaut lassen sich meist leicht in den Griff bekommen
Sie sind nicht lebensnotwendig, doch für viele Menschen ein wichtiges Identifikationsmerkmal – die Haare. Allerdings ist weniger der Haartyp entscheidend für ein gesundes und gepflegtes Erscheinungsbild der natürlichen Kopfbedeckung, sondern vielmehr die Einwirkung von Umwelteinflüssen und chemischen oder mechanischen Belastungen.
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Mal sind die Haare zu trocken, mal zu fettig, und dann wieder matt und spröde – mit solchen oder ähnlichen alltäglichen Haarproblemen hat jeder einmal zu kämpfen. Schnelle Abhilfe versprechen da die zahlreichen Kosmetika und Shampoos. Dabei sind Haare eigentlich totes Material, und es ist eher der Zustand der Kopfhaut, der das Aussehen der Behaarung bestimmt. „Haarpflege heißt deshalb immer auch Kopfhautpflege“, sagt Uwe Schwichtenberg, Dermatologe aus Bremen. So weisen schnell fettende Haare auf eine Talgdrüsenüberfunktion der Kopfhaut hin. Allerdings: „Wenn die Haare nach etwa zwei bis drei Tagen fettig und strähnig werden, ist das völlig normal“, erklärt Friseurmeister Franz-Josef Küveler aus Mendig in Rheinland-Pfalz. Erst wenn bereits nach wenigen Stunden ein sichtbarer Fettfilm erscheint, bestehe ein medizinisches Problem.
Trockene, stumpfe Haare deuten dagegen auf eine Veränderung der Haarstruktur hin. „Unter einem Elektronenmikroskop erscheinen die Haare dann wie ein langgezogener Tannenzapfen mit rauer Oberfläche“, beschreibt Schwichtenberg. Zwar neigen vor allem dicke Haare zu Glanzlosigkeit und Trockenheit, generell spielt der Haartyp aber eine untergeordnete Rolle für das Erscheinungsbild. Viel entscheidender sind Umwelteinflüsse und mechanische sowie chemische Belastungen.
„Gerade nach der Sommersaison sind die Haare stark strapaziert und benötigen intensive Pflege“, berichtet Haarexperte Küveler. Schließlich sind die Haare im Sommer nicht nur übermäßiger Sonneneinstrahlung ausgesetzt, auch Wind und häufiges Baden in Salzwasser können die Haarstruktur schädigen. „Denn die Salzkristalle legen sich auf das Haar und wirken wie ein Brennglas“, illustriert Küveler. Zudem können Fönhitze, häufiges Färben und Tönen, Dauerwellen, intensives Bürsten und Kämmen, straffe Frisuren oder auch der Kontakt mit Textilien wie etwa einem Kopfkissen oder einem Handtuch die Haare belasten.


















