Werden Hurrikans mit durch kosmische Strahlung ausgelöst?
Einige Tage vor dem Auftreten eines Hurrikans steigt die Intensität der kosmischen Strahlung kurzzeitig stark an – warum, ist noch nicht restlos geklärt
Die Entstehung von Hurrikans hängt offenbar nicht nur von irdischen Einflussfaktoren ab. Ein mexikanisch-bulgarisches Forscherteam hat jetzt einen statistischen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Hurrikans und einigen kosmischen Einflussfaktoren gefunden. Dazu gehören unter anderem die Intensität der kosmischen Strahlung und die Anzahl der Sonnenflecken. Beide Faktoren erreichen einige Tage bis zu einem Monat vor der Entstehung eines Hurrikans ein Maximum. Eine Erklärung dafür könnte ein Einfluss der kosmischen Strahlung auf die Wolkenbildung in der Erdatmosphäre sein.
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Ein möglicher Zusammenhang zwischen dem so genannten "Weltraumwetter" und dem irdischen Wetter und Klima wird seit einigen Jahren heftig diskutiert. Als Weltraumwetter bezeichnet man das komplexe Wechselspiel zwischen den Magnetfeldern von Sonne und Erde und Teilchenströmen, die sowohl von der Sonne als auch aus dem fernen Weltall stammen. Letzterem Teilchenstrom, nämlich der galaktischen kosmischen Strahlung, wird ein Einfluss auf die Bildung von Wolken zugeschrieben.
Die galaktische kosmische Strahlung besteht zum größten Teil aus Protonen, also den Kernen von Wasserstoffatomen, und zu geringeren Teilen aus Heliumkernen und den Kernen weiterer chemischer Elemente sowie aus Elektronen. All diese Teilchen sind elektrisch geladen, die Atomkerne positiv, die Elektronen negativ. Als Quelle dieser Strahlung haben Astronomen unter anderem Supernova-Explosionen im Visier. Trotz ihrer zeitlich und räumlich unregelmäßigen Erzeugung strömen diese Teilchen in unveränderlich konstanter Menge gleichförmig aus allen Richtungen auf unser Sonnensystem ein. Der Grund dafür sind die vielen kosmischen Magnetfelder, die diese Teilchen während ihrer Reise zu uns passieren. All diese Magnetfelder lenken die elektrisch geladenen Teilchen immer wieder von ihrem Weg ab und "bügeln" dadurch alle Unregelmäßigkeiten in ihrem Fluss aus.
Jedoch schirmt das Magnetfeld der Sonne einen Teil der galaktischen kosmischen Strahlung von der Erde ab. Und dieser Anteil schwankt, weil die Stärke und Richtung des Sonnenmagnetfeldes in verschiedenen Zyklen schwankt. Der bekannteste ist der im Durchschnitt elfjährige Sonnenfleckenzyklus – was den Zusammenhang zwischen Schwankungen in der Intensität der kosmischen Strahlung und der Anzahl der Sonnenflecken erklärt.




















