Kindergarten-Kinder erkranken seltener an Leukämie
Kindergartenkinder erkranken nach einer Studie amerikanischer Forscher seltener an Leukämie als Kinder, die nicht in Kindergärten sind. Der Grund dafür soll in der besseren Entwicklung des Immunsystems liegen: Kinder, die in Krabbelstuben und Kindergärten sind, erkranken häufiger an Infektionen, das macht sie widerstandsfähiger gegen Krankheiten.
ANZEIGE
Die jüngste Studie, die im British Journal of Cancer veröffentlicht wurde, geht davon aus, dass Kinder, die nicht mit Krankheiten in Berührung kommen, ein unterentwickeltes Immunsystem haben. Dies führe in weiterer Folge zur Erhöhung des Risikos an akuter lymphatischer Leukämie (ALL) zu erkranken. Nach vorangegangen Studien ist diese Erkrankung eine seltene Immunantwort auf herkömmliche Infektionen. Wissenschaftler glauben, dass die Immunantwort auf die Infektion die Entwicklung von Krebszellen ist. Diese führen letztlich zum Ausbruch von ALL.
Die Northern California Childhood Leukemia Study hat 140 Kinder im Alter von ein bis 14 Jahren untersucht, die an ALL erkrankt waren und sie mit einer gleichaltrigen Gruppe von gesunden Kindern verglichen. Dabei wurde auffällig, dass die Kinder, die in Kindergruppen im engen Kontakt mit anderen Kindern standen, seltener an ALL litten. "Kinder, die über mehrere Jahre mit anderen Kindern zusammen waren, erkrankten noch seltener", so Studienleiterin Patricia Buffler. Die Forscherin konnte noch weitere Beweise für diese Tatsache finden. "Der Kindergarten hat Auswirkungen auf das gesamte Immunsystem der Kinder, da es eine Art Entwicklung erfährt", so die Forscherin. Die Fernhaltung von Infektionen habe nach der Studie eine negative Auswirkung auf das zukünftige Leben.
Welche Auswirkungen Infektionen aber genau auf die Entwicklung von Krebserkrankungen haben, ist noch nicht vollständig geklärt. "Ob es bestimmte Infektionserkrankungen sind, die zu ALL führen, oder nur eine Reihe verschiedener, ist noch nicht bekannt", so Buffler.
pte

















