Amerikanischer Mediziner: Der Mensch braucht nicht unbedingt zwei Liter Flüssigkeit am Tag
Kaffee und Tee könnten außerdem zur täglichen Gesamtmenge hinzugezählt werden
Mindestens zwei Liter am Tag zu trinken, ist möglicherweise gar nicht nötig. Das sagt zumindest ein amerikanischer Arzt. Für die bereits als Allgemeinwissen geltende Regel gebe es keine wissenschaftlich fundierten Beweise, schreibt der Nierenspezialist Heinz Valtin in einer Online-Vorabpublikation der Fachzeitschrift "American Journal of Physiology".
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Der ehemalige Professor von der Universität Dartmouth hat in zahlreichen Veröffentlichungen nach dem Ursprung für die Empfehlung gesucht. "Ich habe keinen wissenschaftlichen Beweis dafür gefunden, dass absolut jeder mindestens zwei Liter Wasser am Tag trinken muss", sagt Valtin. Im Gegenteil: Viele Untersuchungen an gesunden Erwachsenen legen sogar nahe, dass solch große Mengen nicht notwendig sind. Außerdem belegen einige Studien, dass auch koffeinhaltige Getränke und in Maßen genossene leicht alkoholische Getränke zur täglichen Gesamtmenge hinzugezählt werden können, fand der Mediziner.
Die Schlussfolgerung gilt allerdings nur für gesunde Menschen, die in gemäßigten Klimazonen leben, betont Valtin. Viel Wasser zu trinken, beuge beispielsweise Nierensteinen vor. Das sollten Menschen beachten, die anfällig für dieses Leiden sind. Doch abgesehen von solchen Ausnahmen trinken die meisten Menschen genug oder sogar mehr als genug, sagt der Mediziner.
ddp/bdw - Cornelia Pfaff

















