Fluglärm kann dem Gedächtnis von Kindern schaden
Fluglärm kann der Gedächtnisleistung von Kindern schaden. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forscherteam nach einer Studie an 326 Kindern, die entweder am nun stillgelegten Flughafen München-Riem oder in der Einflugschneise des neuen Münchner Flughafens im Erdinger Moos aufwuchsen.
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Die Wissenschaftler aus den USA, Schweden und Deutschland beobachteten bei den Kindern aus Riem im Durchschnitt eine deutliche Verbesserung des Kurz- und Langzeitgedächtnisses und der Lesefähigkeiten, nachdem der Flughafen geschlossen worden war. Umgekehrt gingen diese Fähigkeiten bei den Kindern aus dem Erdinger Moos zurück, als dort der neue Flughafen in Betrieb genommen wurde.
Die Entwicklungen in den kognitiven Fähigkeiten sei "nicht dramatisch, jedoch signifikant", fasst Monika Bullinger, Professorin für Medizinische Psychologie am Universitätsklinikum Hamburg, zusammen. Kurzzeitig wirke Lärm zwar aktivierend, doch bei Aufgaben, die eine kontinuierliche Aufmerksamkeit erfordern, habe er einen negativen Effekt. Daher zeigten die lärmgeplagten Kinder insgesamt schlechtere Leistungen.
Aus der Münchner Studie sind eine ganze Reihe wissenschaftlicher Veröffentlichungen hervorgegangen. Die jüngste ist der aktuellen Ausgabe des Fachjournals "Psychological Science" (Nr. 13/2002) veröffentlicht.
Ulrich Dewald

















