Wie groß ist die Kollisionsgefahr mit einem Killer-Asteroiden?
Nasa: Kein bekannter Himmelskörper derzeit auf Erdkurs
Das Risiko der Erde, innerhalb der nächsten 100 Jahre von einem "Killer-Asteroiden" getroffen zu werden, beträgt etwa 0,02 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler aufgrund der Auswertung von Daten des Sloan Digital Sky Survey (SDSS). Das berichtet die amerikanische Zeitung Florida Today in ihrer Online-Ausgabe.
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SDSS ist ein internationales Beobachtungsprojekt, das systematisch ein Viertel des gesamten Himmels absucht und katalogisiert. An SDSS sind unter anderem das Max-Planck-Institut (MPI) für Astronomie und das MPI für Astrophysik beteiligt.
Als Killer-Asteroiden bezeichnen Astronomen Kleinplaneten ab einem Durchmesser von einem Kilometer, wenn diese Bahnen folgen, die der Erdbahn nahe kommen. Neben der Verursachung verheerender Feuerstürme und Tsunamis würde der Einschlag solch eines Asteroiden Unmengen von Staub in die Erdatmosphäre befördern und die Erde für Monate oder sogar Jahre verdunkeln. Als Folge würden zunächst die auf Sonnenlicht angewiesenen Pflanzen und das Phytoplankton in den Meeren absterben. Damit wäre die Grundlage der Nahrungskette zerstört und somit auch das Fortbestehen der menschlichen Zivilisation bedroht.
Nach Angaben der Nasa sind von den geschätzten 1000 Killer-Asteroiden bisher 600 entdeckt worden. Von diesen 600 Asteroiden befindet sich derzeit keiner auf Kollisionskurs mit der Erde. Bis zum Jahr 2008 soll die NASA im Auftrag des US-Repräsentantenhauses 90 Prozent aller Killer-Asteroiden katalogisiert haben.
Zum Vergleich des Risikos: Die statistische Wahrscheinlichkeit dafür, in Deutschland bei einem Verkehrsunfall ums Leben zu kommen, beträgt etwa 0,01 Prozent pro Jahr oder 1 Prozent in 100 Jahren.
Eine Liste vergangener und zukünftiger erdnaher Vorbeiflüge von Asteroiden finden Sie hier.
Axel Tillemans



















