Spektakulärer Fund in Teotihuacan legt Verbindung der antiken Stadt zu den Mayas nahe
Archäologen entdecken drei mit Maya-Schmuck bestattete Männer
In der Mondpyramide der antiken Stadt Teotihuacan – der größten Metropole des antiken Mittelamerikas – haben Archäologen eine ungewöhnliche Entdeckung gemacht: Drei mit Maya-Schmuck bestattete Männer. Der Fund legt nahe, dass die Bewohner Teotihuacans Verbindungen zu den Mayas pflegten, berichtet die Staats-Universität Arizona. Das bestätigt Hieroglyphennachrichten, die Archäologen bereits in der Maya-Metropole Tikal gefunden hatten.
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Der japanische Archäologe Saburo Sugiyama von der Universität Arizona und sein Team entdeckten die äußerst pompös beigesetzten menschlichen Überreste in einem der ältesten Teile der Pyramide. Bei den Toten, die wahrscheinlich aus der höchsten Bevölkerungsschicht stammten, fanden sie zeremonielle Gegenstände und Jadeartefakte. Letztere stammen mit hoher Wahrscheinlichkeit von den Mayas.
Einige der Jadeobjekte waren in mayanischem Stil geschnitzt. Die Mayas nutzten solche Gegenstände häufig als Symbol des Regenten oder der Königsfamilie. "Wir müssen die Objekte noch weiter untersuchen", sagt Sugiyama, "doch sie lassen stark auf eine direkte Verbindung zwischen den Regenten Teotihuacans und den königlichen Familien der Mayas schließen."
Teotihuacan ist die größte Stadt der antiken westlichen Hemisphäre und war vor etwa 2000 Jahren eine blühende Metropole. Sie liegt 40 Kilometer nordöstlich von Mexiko City. Nicht einmal die Azteken, die der Stadt ihren heutigen Namen gaben, wussten offenbar, wer sie erbaut hatte. Sie nannten den Ort Teotihuacan, "Die Stadt der Götter". Schon früher fanden Archäologen vage Hinweise auf Beziehungen Teotihuacans zu den Mayas. Die neuen Funde bestätigen diese Verbindung.
ddp/bdw - Cornelia Pfaff

















