Gehirn besitzt Schamregion
Areal über den Augenhöhlen meldet, wenn es peinlich wird
Scham und Verlegenheit haben offenbar ein eigenes Gebiet im Gehirn. Amerikanische Forscher glauben, dass es direkt hinter der Stirn über den Augenhöhlen liegt. Wenn wir uns blamieren, ist dieses Areal schuld an den unangenehmen Empfindungen, schilderten Forscher auf einem Treffen der amerikanischen Neurowissenschaftlichen Vereinigung in Orlando.
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Die Forscher von der Universität Berkeley in Kalifornien untersuchten Patienten, bei denen ein Tumor die Hirnregion über den Augenhöhlen zerstört hatte. Die Betroffenen erinnerten sich noch gut an peinliche Situationen in ihrem Leben, fanden die Forscher. Sollten die Probanden ihr Erlebnis schildern, gaben sie den Wissenschaftlern sogar hemmungslos und detailliert alle Peinlichkeiten preis und offenbarten womöglich noch Beschämendes über andere Personen.
Versuchspersonen mit einem intakten Gehirn waren in dieser Hinsicht deutlich zurückhaltender. Die Stirnregion hat offenbar einen Sinn für peinliche Situationen und läßt uns Fettnäpfchen umgehen, schließen die Forscher. Sie vermuten, dass die Region zum Beispiel auch für unangenehme Gefühle sorgt, wenn wir in einem Traum inmitten einer Menschenmenge plötzlich bemerken, nur im Adamskostüm dazustehen.
ddp/bdw - Andreas Wawrzinek

















