Seevögel leiden noch immer an den Folgen des Tankerunglücks der "Exxon Valdez"
Auch zwölf Jahre nach dem Unglück des Tankers "Exxon Valdez" vor der Küste Alaskas haben sich die Seevögel noch nicht von der Ölpest erholt. Dies berichten Wissenschaftler des US-amerikanischen "Fish and Wildlife Service". Sie widersprechen damit den Aussagen anderer Forscher und des Ölkonzerns Exxon, schreibt das Magazin "New Scientist".
ANZEIGE
David Irons und seine Kollegen haben acht Jahre lang die Vogelwelt im Prinz-William-Sund untersucht, der bei dem Tankerunglück im März 1989 schwer verseucht worden war. Von 17 Vogelarten leiden vier noch immer schwer unter den Folgen der Ölpest, fanden die Forscher heraus. Vier weitere seien noch stark betroffen. Und auch bei den übrigen neun könne man nicht von einer vollständigen Erholung sprechen, so Irons.
"Die Umwelt im Prinz-William-Sund ist gesund, robust und blühend", hatte dagegen Exxon über die bei dem Unglück verseuchten Küstenstreifen gesagt. Der Konzern und wurde dabei von dem Umweltforscher John Wiens von der Universität Colorado unterstützt. Laut Wiens zeigen alle betroffenen Arten Anzeichen einer guten Erholung.
Der Tanker der heute zum ExxonMobil-Gruppe gehörenden Ölgesellschaft Exxon war vierzig Kilometer nördlich von Valdez auf ein Riff gelaufen. Das Schiff wurde von einem einfachen Seemann gesteuert, während der Kapitän betrunken in seiner Kajüte lag. Mehr als 40 Millionen Liter Rohöl liefen aus und verseuchten die Küste Alaskas.
Ulrich Dewald

















