Vermeintlich seltene Pilzinfektion bei 70 Prozent der Stadtkinder nachgewiesen
Der Pilz Cryptococcus neoformans ist bei Aids-Patienten häufig für Infektionen des zentralen Nervensystems verantwortlich. Nun haben US-Forscher den gleichen Pilz bei 70 Prozent der über 5-jährigen Kinder nachgewiesen, die in einer städtischen Umgebung leben. Bei den 2- bis 5-Jährigen sei die Hälfte infiziert, berichten die Forscher in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Pediatrics".
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Was dies bedeutet, ist den Forschern vom Albert Einstein College of Medicine noch unklar. "Jetzt brauchen wir eine Studie, die die Symptome identifiziert, die bei einer C. neoformans-Infektion auftreten", meint David Goldman, der die Studie geleitet hat. "Die Infektion könnte asymptomatisch verlaufen oder Symptome zeigen, die mit viralen Infektionen verwechselt werden können."
Obwohl die Infektion mit Pilzmitteln zu behandeln sei, werde sie so von Kinderärzten möglicherweise nicht erkannt. "Die Langzeit-Folgen kennen wir nicht", so Goldman. "Aber unsere Ergebnisse zeigen, dass viele Kinder von dieser Infektion betroffen sind." Das mache sie zu einer möglichen Ursache für eine verbreitete Kinderkrankheit. Bekannt ist, so Goldman, dass Tauben den Pilz tragen. Daher sei das Risiko für Stadtkinder vermutlich besonders hoch.
Marianne Diehl

















