Ungeschlagener Pi-König: Japaner errechnet eine Billion Nachkommastellen der Kreiszahl
Supercomputer rechnete 400 Stunden lang
Die meisten Wissenschaftler sind sich einig: Für alle denkbaren praktischen Anwendungen reicht es vollkommen, von der Kreiszahl Pi die ersten zwanzig Stellen hinter dem Komma zu kennen. Doch davon lässt sich Yasumasa Kanada von der Universität Tokio nicht beirren. Zum fünften Mal in Folge hat Kanada seinen eigenen Pi-Nachkommastellenrekord gebrochen. Zusammen mit seinem neunköpfigen Team hat er jetzt eine Billion und 241 Milliarden Nachkommastellen der Kreiszahl berechnet. Das meldet das Fachmagazin Science in seiner Online-Ausgabe.
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Für die Rechnung benötigte ein Hitachi-Supercomputer 400 Stunden. An der Erstellung des Computerprogramms arbeiteten Kanada und seine Kollegen fünf Jahre. Um ihr Ergebnis abzusichern, ließen die Mathematiker den Computer die Nachkommastellen von Pi zweimal – jeweils mit einer anderen Formel – berechnen.
Seitdem Kanada 1981 mit einem Kollegen die ersten zwei Millionen Nachkommastellen von Pi berechnete, liefert er sich mit anderen Mathematikern ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Pi-Nachkommastellenrekord. Seit 1995 – in diesem Jahr berechnete er vier Milliarden und 290 Millionen Stellen von Pi – hat Kanada die Konkurrenz abgehängt und bricht nur noch seine eigenen Rekorde.
Die Kreiszahl Pi gibt das Verhältnis vom Umfang eines Kreises zu seinem Durchmesser an. Sie ist seit mindestens 4000 Jahren bekannt. Die erste überlieferte theoretische Berechnung von Pi stammt von Archimedes (287-212 v. Chr.). Er gab für Pi einen Wert zwischen 3,1408 und 3,1428 an. Die ersten 100 Nachkommastellen von Pi waren erstmals im 18. Jahrhundert bekannt. Seit Erfindung des Computers gilt die Berechnung von möglichst vielen Nachkommastellen von Pi als Test für die Leistungsfähigkeit eines Computers.
Wenn Sie wissen möchten, ab der wievielten Nachkommastelle von Pi die Ziffernfolge ihres Geburtstages auftaucht, klicken Sie hier.
Axel Tillemans


















