Neuer Genreis trotzt Salz, Trockenheit und Kälte
Gen für ein Zuckermolekül macht die Pflanzen besonders widerstandsfähig
Amerikanische Forscher haben einen genetisch veränderten Reis vorgestellt, der selbst unter extremen Umweltbedingungen noch gedeiht. Mit Hilfe einer zusätzlichen Erbanlage kann der Reis Trockenheit, Kälte und versalzenen Böden widerstehen, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Proceedings" der amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften.
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Die Forscher um Ajay Garg von der Cornell-Universität in Ithaca (USA) haben dem Reis das Gen für ein Zuckermolekül mit dem Namen Trehalose eingepflanzt. Der Zucker macht die Zellen von Pflanzen gegenüber harschen Umweltbedingungen besonders widerstandsfähig, weshalb er auch Wüstenpflanzen genutzt wird, um Dürreperioden zu überstehen. Das entsprechende Gen ist unter Lebewesen zwar weit verbreitet, kommt in natürlichem Reis aber kaum vor.
Tests haben bereits die Wirksamkeit der Manipulation gezeigt. Das neue Gen wird zudem vom Reis an kommende Pflanzengenerationen weitergegeben. Bauern, die den veränderten Reis anbauen, geraten daher nicht in die Abhängigkeit von Genfirmen, betonen die Forscher.
Die neue Erbanlage lässt zudem die Zusammensetzung der Reiskörner unverändert, erklären Garg und seine Kollegen. Es wird lediglich in anderen Bereichen der Pflanze aktiv. Die Tests haben zudem ergeben, dass das Gen den Reis sogar ergiebiger macht.
Reis ist eine der Hauptnahrungsquellen der Erde. Dürren, Kälteeinbrüche und versalzene Böden gehören jedoch zu den Faktoren, die dem Ertrag von Reisernten weltweit am meisten zusetzen. Der Genreis soll hier für Abhilfe sorgen. Die Forscher haben die Manipulation zwar als Patent angemeldet, wollen die Technik aber frei zugänglich machen, damit sich auch arme Länder den neuen Reis leisten können.
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ddp/bdw - Andreas Wawrzinek

















