Rauchverbot in Gaststätten nicht geschäftsschädigend
Im Gegenteil: Rauchfreie Gasträume können sogar umsatzsteigernd wirken
Ein Rauchverbot in Gaststätten und Bars ist keineswegs geschäftsschädigend. Im Gegenteil: Rauchfreie Gasträume können sich sogar positiv auf den Umsatz auswirken. Das berichten australische Forscher nach einer umfangreichen Prüfung bestehender Studien in der Fachzeitschrift "Tobacco Control" (Bd. Bd. 12, S. 13).
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Das Team um Michelle Scollo vom Vic-Gesundheitszentrum für Tabakkontrolle in Carlton nahm knapp hundert Studien unter die Lupe, die sich mit dem Einfluss eines Rauchverbots auf den Umsatz in Restaurants und Bars beschäftigt hatten. Lediglich 21 der untersuchten Studien waren laut Scollo und ihren Kollegen wissenschaftlich ernst zu nehmen. Keine einzige dieser Untersuchungen berichtete von einem negativen Einfluss des Rauchverbots, fanden die Forscher. Vier wiesen sogar einen positiven Effekt auf den Umsatz nach.
Die Qualität der meisten Studien mit dem Ergebnis, dass ein Verbot die Einkünfte schädige, sei äußerst fragwürdig, sagen die Wissenschaftler um Scollo. Sie nutzten einerseits eher subjektive als objektive Bewertungskriterien. Andererseits seien sie vor ihrer Veröffentlichung kaum von Fachkollegen begutachtet worden. Keine einzige dieser "Negativ-Studien" sei zudem von Geldgebern unterstützt worden, die eindeutig unabhängig von der Tabakindustrie waren.
"Diese Ergebnisse können wir bestätigen", sagt Ekkehard Schulz, Präsident der Nichtraucher Initiative Deutschland e. V. gegenüber ddp. "Auch unsere Umfragen über Nichtrauchen in der Gastronomie weisen eindeutig in diese Richtung."
ddp/bdw - Cornelia Pfaff

















