Arsen macht Regenwürmer gelb
Britische Forscher nutzen die Erdbewohner als Indikatoren für Umweltgifte
Regenwürmer könnten als Indikatoren für Schwermetalle im Boden benutzt werden. Die Erdbewohner nehmen eine bestimmte Farbe an, je nachdem, welche Schadstoffe sie aus dem Boden aufnehmen. Das berichtet das britische Fachmagazin Nature in seiner Onlineausgabe.
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Der britische Erdbodenexperte Trevor Piearce von der Universität Lancaster und seine Kollegen entdeckten in der Nähe einer ehemaligen Arsen-Mine gelb gefärbte aber ansonsten gesunde Regenwürmer. Die Verfärbung kommt vermutlich dadurch zustande, dass die Würmer das Arsen mit der Nahrung zu sich genommen haben, nehmen die Forscher an. Über ihre Ergebnisse berichten die britischen Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Soil Biology and Biochemistry (Bd. 34, S. 1833).
Auch andere Schwermetalle im Boden können die Farbe der Erdbewohner verändern: Wenn sie Blei zu sich nehmen, verfärben sie sich pechschwarz, bei Zink werden die Würmer dagegen fast durchsichtig. Dadurch könnten Regenwürmer quasi als Detektoren für verunreinigte Bodenflächen dienen, meint Piearce. Zudem könnte eine Truppe der Würmer gemeinsam mit ebenfalls gegen das Schwermetall resistenten Pflanzen verseuchte Böden nach und nach von den Schadstoffen reinigen.
Auch einen Ernährungstipp hält Piearce noch bereit: "Wenn man Regenwurm-Pastete zubereitet, sollte man die Innereien der Tiere vorher entfernen", rät er mit einem Anflug von britischem Humor. Und gelb oder schwarz verfärbte Tiere sollte man für sein Festmahl auf keinen Fall verwenden, fügt der Biologe hinzu.
ddp/bdw - Christine Amrhein

















