Passives Rauchen schädigt die Milchzähne
Kinder, die Qualm ausgesetzt sind, haben mehr Zahnlöcher
Kinder, die häufig Zigarettenrauch ausgesetzt sind, entwickeln häufiger Karies. Das berichten amerikanische Kinderärzte im Fachblatt Journal of the American Medical Association (Ausgabe vom 12. März).
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Andrew Aligne und seine Kollegen von der Pediathink-Klinik in Rochester (USA) untersuchten den Zusammenhang zwischen Karies und passivem Rauchen bei Kindern, die von 1988 bis 1994 an einer Langzeitstudie teilgenommen hatten. Sie werten die Daten von mehr als 3.500 Kindern zwischen vier und elf Jahren aus, bei denen sowohl ein zahnärztliches Untersuchungsergebnis als auch eine Cotinin-Messung vorlagen. Mithilfe von Cotinin, ein Abbauprodukt von Nikotin, kann die Menge des passiv eingeatmeten Zigarettenrauchs abgeschätzt werden.
Mehr als fünfzig Prozent der untersuchten Kinder hatten Cotinin-Werte, die für passives Rauchen sprechen, berichten die amerikanischen Wissenschaftler. Zudem fanden die Forscher um Aligne einen statistisch bedeutsamen Zusammenhang zwischen der gemessenen Cotinin-Menge und der Karieshäufigkeit bei Milchzähnen. Bei den zweiten Zähnen ließ sich diese Beziehung allerdings nicht nachweisen. Die Studie ergab weiterhin, dass auch ein geringes Einkommen und ein niedriges Bildungsniveau der Eltern mit der Häufigkeit von Karies und Zahnfüllungen zusammenhängen.
Nach Angaben der Forscher ist Karies die häufigste chronische Erkrankung bei Kindern in den USA. Weltweit handelt es sich um eine der häufigsten Zivilisationskrankheiten überhaupt. Durch verbesserte Zahnpflege und mit Fluor versetztem Trinkwasser hat die Zahnfäule in den letzten fünfzig Jahren zwar abgenommen, stellt aber bei Kindern aus ärmeren Bevölkerungsschichten nach wie vor ein Problem dar.
ddp/bdw – Christine Amrhein

















