Kleine genetische Veränderung ermöglichte Pflanzen den Sprung ans Land
Mutierte Algen konnten Lignin zum Aufbau von Zellwänden bilden
Eine einzelne genetische Veränderung hat möglicherweise über das Schicksal der Pflanzen auf der Welt entschieden. Amerikanische Forscher behaupten, dass vor etwa 400 Millionen Jahren einige Algen durch eine Mutation die Fähigkeit erwarben, die Substanz Lignin zu bilden. Diese Verbindung ermöglichte es ihnen, feste Zellwände aufzubauen und von flachen Gewässern aus das Land zu erobern, erklärten die Forscher auf der Tagung der Amerikanischen Chemischen Gesellschaft in New Orleans.
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Der Geophysiker George Cody von den Carnegie-Instituten in Washington und seine Kollegen untermauerten ihre These mit einer Analyse von Feuerstein aus Schottland. In den Steinen befanden sich Reste von einigen der ältesten bekannten Pflanzen. Die Physiker lösten mit einem chemischen Trick eine dünne Schicht von der Oberfläche des Steins ab und untersuchten die Zusammensetzung. Dabei fanden sie Hinweise auf Lignin.
Die Feinstruktur der Reste in der Steinschicht deutete zudem darauf hin, dass das Lignin aus Zellwänden von Pflanzen stammt. "Wenn die ersten Pflanzen die Fähigkeit zur Ligninbildung besaßen, dann ist es wahrscheinlich auch dieses Vermögen, das den Pflanzen den Landgang ermöglichte", sagt Cody. Der Erwerb der Lignin-Bildung sei sicherlich ein historischer Moment in der Geschichte der Erde gewesen.
ddp/bdw – Andreas Wawrzinek

















