Landbrücke von Panama bildete sich früher als gedacht
Erste tierische Einwanderer kamen vor mindestens 4,7 Millionen Jahren aus Südamerika nach Mexiko
In Mexiko tauchten bereits vor 4,7 Millionen Jahren erstmals Säugetiere aus Südamerika auf. Das sei ein deutliches Zeichen dafür, dass der Isthmus von Panama zu diesem Zeitpunkt schon geschlossen war, berichtete ein mexikanischer Forscher auf einer Tagung der Geological Society of America.
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Bislang nahmen Forscher an, dass die Verbindung zwischen Nord- und Südamerika vor 2,5 bis 3 Millionen Jahren entstanden ist. Der genaue Zeitpunkt ist unter anderem für Klimaforscher interessant, da vor etwa drei Millionen Jahren die Vereisung der Nordhalbkugel begann - möglicherweise ausgelöst durch eine veränderte Zirkulation der Meeresströmungen. Das wurde vermutet, weil die Landbrücke den Durchgang zwischen den beiden Kontinenten versperrte.
Die Fossilienfunde, von denen Oscar Carranza-Castañeda vom Centro de Geociencias in Juriquilla berichtete, sprechen allerdings gegen diese Theorie. Der Forscher und seine Kollegen entdeckten Überreste von Riesenfaultieren, Riesengürteltieren und Nagetieren von beeindruckender Größe, die von Südamerika aus in Mexiko eingewandert sein müssen. Nach allgemeiner Ansicht können diese Tiere nur über die Landbrücke von Panama nach Nordamerika gelangt sein.
Das älteste Fossil, das Wadenbein eines Riesenfaultiers, ist mit 4,7 Millionen Jahren deutlich älter als bisher gefundene Einwanderer-Überreste aus Arizona. Andere Fossilien datierten die Forscher auf 3,9 und 3,6 Millionen Jahre. Die ältesten Knochen von Riesenfaultieren aus Arizona stammen aus der Zeit vor 2,5 Millionen Jahren.
Ute Kehse

















