Woher bekommen Gammablitze ihre Energie?
Forscher: Kollidierende Pulsare oder sterbende Riesensterne könnten die Explosionen auslösen
Gammablitze gehören zu den gewaltigsten Explosionen im Universum. Bei was für Ereignissen die erstaunlichen Energiemengen eines Gammablitzes freigesetzt werden, ist Forschern aber immer noch unklar. Kollidierende Pulsare könnten als Auslöser in Frage kommen, berichtete jetzt ein britischer Astronom auf einer Tagung der britischen Royal Astronomical Society in Dublin.
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Es gibt zwei Typen von Gammablitzen, sagte Stephan Rosswog von der University of Leicester. Die eine Klasse ist nach weniger als einer Sekunde schon wieder vorbei, während sich andere länger hinziehen. Möglicherweise zeigen die längeren Gammablitze den Tod eines massiven Sterns an. Wie die kurzen Blitze entstehen, sei schwieriger zu erklären, sagte Rosswog.
Der Forscher führte Computersimulationen darüber durch, was bei der Kollision zweier rotierender Neutronensterne, so genannten Pulsaren, passiert. Diese Sternenleichen drehen sich mehrere tausend Mal pro Sekunde um die eigene Achse und erzeugen dabei starke Magnetfelder.
Wenn sich zwei dieser Monster treffen, verstärken sich ihre Magnetfelder noch. Die enormen Kräfte lassen es zu, dass eine gewaltige Energiemenge - so viel, wie ein Pulsar sonst in Millionen von Jahren abstrahlt - im Bruchteil einer Sekunde in der Form von Gammastrahlen entkommt, fand Rosswog heraus. "Die kurzen Gammablitze sind wahrscheinlich eines der größten Rätsel der modernen Astronomie," sagte der Forscher. "Sie wurden schon vor 40 Jahren entdeckt, aber wir beginnen gerade erst zu verstehen, worum es bei diesen gigantischen Explosionen eigentlich geht.
Ute Kehse

















