Zaunkönige achten beim Seitensprung auf genetische Vielfalt
Vögel versuchen die genetische Ausstattung ihrer Nachkommen zu verbessern
Zaunkönige brüten als Paar. Trotzdem geht das Weibchen gleichzeitig fremd. Seine Wahl fällt dabei meist auf fremde Männchen, die sich in ihrer genetischen Ausstattung deutlich von dem Weibchen selbst unterscheiden. Das haben amerikanische Wissenschaftler durch Analysen der Vogel-DNA herausgefunden. Über ihre Ergebnisse berichten sie in der Fachzeitschrift "Proceedings of the Royal Society – Biological Sciences" (Online-Vorabveröffentlichung).
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Viele Tiere, die sich zum Brüten mit einem Partner zusammenschließen, paaren sich nebenbei noch mit anderen – ein Verhalten, das als "extra-pair mating" bekannt ist. Eine Hypothese dazu besagt, dass die weiblichen Tiere auf diese Weise die genetische Qualität ihrer Jungen verbessern. Genau das scheint der Fall zu sein, wie Brian Masters und seine Kollegen von der Universität in Towson (USA) zeigten. Die Forscher verglichen die DNA der untreuen Vogelweibchen mit der ihrer Seitensprünge und entdeckten deutliche Unterschiede.
Die Vogelweibchen suchen sich also – ob unbewusst oder bewusst – offenbar Männchen mit besonderen Qualitäten. Somit verhalten sich Vögel nicht viel anders als manche Menschen, die neben ihrem Lebensgefährten einen weiteren Partner wählen. Dies soll eine möglichst optimale genetische Ausstattung der Nachkommen gewährleisten.
ddp/bdw – Stefanie Offermann

















