Hubble-Weltraumteleskop fotografiert den Bleistift-Nebel
Vor 11.000 Jahren muss eine taghelle Supernova unsere Vorfahren in Erstaunen versetzt haben
Das Hubble-Weltraumteleskop hat ein hochauflösendes Foto des Bleistift-Nebels geschossen. Dieser Nebel mit offiziellem Namen NGC 2736 ist Teil des nur 815 Lichtjahre von der Erde entfernten Supernova-Überrestes Vela SNR im Sternbild Vela, dem "Segel des Schiffes". Die zugehörige Supernova-Explosion muss unsere Vorfahren vor etwa 11.000 Jahren in Erstaunen versetzt haben.
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Wegen der relativ geringen Entfernung schien die Supernova 250 mal heller als die Venus und war damit am helllichten Tage sichtbar. Die tatsächlichen Ausmaße ihres Überrestes sind erst seit Mitte der neunziger Jahre bekannt. Vela SNR bedeckt am Himmel einen Winkelbereich mit dem 16-fachen Durchmesser des Mondes. Der tatsächliche Durchmesser des Überrestes beträgt 114 Lichtjahre.
Der Bleistift-Nebel wird wahrscheinlich durch die von der Supernova vor 11.000 Jahren ausgesandte Schockwelle erzeugt. Diese Welle, die in der Region des Bleistift-Nebels heute eine Geschwindigkeit von etwa 650.000 Stundenkilometern hat, trifft dort auf eine dichte Gasregion. Sie erhitzt das Gas und bringt es dadurch zum Leuchten.
Der massive Stern, der als Supernova explodierte, verwandelte sich danach in einen Pulsar. Das ist ein rotierender Neutronenstern. Man nimmt an, dass Pulsare sich mit zunehmendem Alter langsamer drehen. Somit kann man aus der heutigen Rotationsfrequenz den Zeitpunkt der Supernova-Explosion berechnen. Doch an der Genauigkeit dieses Verfahrens gibt es Zweifel. William Blair von der John-Hopkins-Universität in Baltimore schätzt, dass die Supernova frühestens vor 20.000 Jahren und spätestens vor 5.000 Jahren explodierte.
Hier finden Sie ein Video mit einem Zoom in den Bleistift-Nebel. Das Anfangsbild entspricht in etwa dem Foto rechts unten, das Endbild dem rechts oben.
Axel Tillemans



















