Zugvögel verbrauchen beim Rasten mehr Energie als beim Fliegen
Bei ihrer Wanderung macht der eigentliche Flug nur etwa ein Drittel des gesamten Energieaufwandes aus
Rasten kostet Zugvögel offenbar mehr Energie als Fliegen: Bei ihrem Zug im Frühling benötigen Drosseln, wenn sie rasten, doppelt soviel Energie als wenn sie fliegen, haben amerikanische Forscher bei den Vögeln beobachtet. Über ihre Entdeckung berichten sie in der Fachzeitschrift "Nature" (Bd. 423, S. 704).
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Die Wissenschaftler um Martin Wikelski von der Princeton-Universität in New Jersey untersuchten den Stoffwechsel von insgesamt 38 Drosseln. Sie verfolgten einige der Vögel während eines nächtlichen Wanderfluges. Anhand von Blutproben konnten sie nach dem Wiedereinfangen der Tiere deren Energieverbrauch berechnen. Im Vergleich zu Artgenossen, die nicht geflogen waren, benötigten sie deutlich weniger Energie.
Drosseln können in 42 Tagen von Panama bis nach Kanada fliegen. Dabei nutzen sie nur 18 Tage zum Fliegen, die restliche Zeit rasten sie. Der eigentliche Flug macht damit nur etwa 29 Prozent des gesamten Energieaufwandes aus. Schlechte Witterungsbedingungen können dieses Verhältnis allerdings stark beeinflussen.
ddp/bdw – Christine Harbig

















