Sodbrennen auch genetisch bedingt
Zwillingsstudie zeigt: Krankheit zu 43 Prozent vererbt
Nicht nur Rauchen, Trinken und übermäßiges Essen fördert Sodbrennen, sondern unter Umständen auch eine besondere genetische Veranlagung. Das schreiben britische Mediziner im Fachmagazin "GUT" (Nr. 52, S. 1085).
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Ärzte des Sandwell-Krankenhauses in West Bromwich ließen zweitausend Zwillinge Fragebögen zum Auftreten von Sodbrennen ausfüllen. Dabei gaben eineiige Zwillinge deutlich häufiger die selben Antworten als zweieiige Zwillinge, die also verschiedene Gene haben.
Für die Forscher um den Mediziner Nigel Trudgill ist damit belegt, dass Vererbung eine wichtige Rolle beim Auftreten von Sodbrennen hat. Sie errechneten, dass das Leiden zu 43 Prozent genetisch bedingt ist. Die Mediziner fühlen sich in ihrer Annahme von anderen Wissenschaftlern bestätigt, die beobachtet hatten, dass Sodbrennen in manchen Familien gehäuft auftritt.
Sodbrennen ist nicht nur lästig, sondern erhöht auch das Risiko für Speiseröhrenkrebs, dessen Häufigkeit in den vergangenen drei Jahrzehnten stärker gestiegen ist als alle anderen Krebsarten. In Europa leidet schätzungsweise jeder Fünfte an wiederholt auftretendem Sodbrennen.
ddp/bdw – Andreas Wawrzinek

















