Forscher: Gigantische Vulkanausbrüche löschten Dinosaurier aus
Neue Hinweise untermauern umstrittene Theorie
Großflächige Vulkanausbrüche im indischen Ozean haben zu einem Massensterben unter den Dinosauriern geführt. Möglicherweise sind die gigantischen Eruptionen sogar für das Verschwinden der Riesenechsen verantwortlich. Diese Theorie untermauert die US-amerikanische Forscherin Gerta Keller von der Princeton-Universität auf einem internationalen Geologen-Treffen an der Universität Cardiff in Wales.
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Die Wissenschaftlerin und ihr Team stützen ihre Thesen auf die Auswertung von Bohrungen am Meeresgrund. Demnach ist im Indischen Ozean mehrere Millionen Jahre vor dem endgültigen Aussterben der Dinosaurier großflächig Lava aus tiefen Schichten des Erdmantels an die Oberfläche getreten und hat sich über ein Gebiet von einigen tausend Kilometern Durchmesser verteilt. Die massiven Ausstöße von Lava, Asche und Gas könnten die Atmosphäre der Erde verdunkelt und das Klima verändert haben. Die vulkanische Aktivität hielt ein bis zwei Millionen Jahre an und führte die Dinosaurier an den Rand des Aussterbens.
Manche Geologen meinen, dass ein Ausbruch von Lava auch für das endgültige Verschwinden der Riesenechsen vor 65 Millionen Jahren verantwortlich ist. Sie widersprechen damit der These, dass ein Meteoriten-Einschlag auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan eine geologischen Katastrophe hervorgerufen hat, die das Ende der Saurier bedeutete. In den Untersuchungen von Keller sehen daher Anhänger des Vulkan-Szenarios eine Bestätigung ihrer These.
Auch heute noch gibt es ähnliche vulkanische Aktivitäten an so genannten Hot Spots - auch wenn sie lange nicht so intensiv sind wie in der Kreidezeit. Hot Spots speisen sich aus aufsteigender Lava aus großen Tiefen und sind für das Emporheben von Inseln und Inselketten mitten im Ozean wie etwa Island und Hawaii verantwortlich.
ddp/bdw - Andreas Wawrzinek

















