Nanoelektronik für intelligente Textilien
Aus Nanodrähten hergestellte Transistoren machen kostengünstige Produktion möglich
Eigentlich soll die Nanoelektronik dazu beitragen, die weitere Miniaturisierung von Computern voranzutreiben. Doch Xiangfeng Duan von der Firma Nanosys in Medford hat jetzt mit seinen Kollegen gezeigt, dass man aus Nanodrähten auch leistungsfähige Dünnschichttransistoren bei Raumtemperatur herstellen kann. Die Forscher stellen ihre Arbeit im Fachmagazin Nature vor (Bd. 425, S. 274).
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Bei der Herstellung von Computerchips aus Siliziumscheiben werden heute 95 Prozent des Materials verschwendet. Sie dienen einfach nur dazu, den Chip zusammenzuhalten. Da die Chips aber sehr klein und Computer, Digitalkameras oder andere Hightechgeräte sowieso relativ teuer sind, stellt dies kein allzu großes Problem dar.
Sehr viel mehr ins Gewicht fallen die Materialkosten, wenn man größere Flächen mit elektronischen Schaltkreisen bestücken will, wie es beispielsweise bei intelligenten Textilien geplant ist. Solche Textilien könnten als tragbare Computer fungieren, sie könnten aber auch medizinische Funktionen wie das Messen von Blutdruck oder die Zuführung von Medikamenten übernehmen.
Duan und seine Kollegen haben jetzt aus Nanodrähten, also wenigen Millionstel Millimeter dicken Drähten, leistungsfähige Transistoren hergestellt. Im Gegensatz zu der Mikroelektronik aus kristallinem Silizium, die bei Temperaturen um 1.400 Grad Celsius hergestellt wird, können diese Nanodrähte bei Raumtemperatur auf fast jede Oberfläche aufgebracht werden.
Axel Tillemans

















