Früheste Landpflanzen 50 Millionen Jahre älter als gedacht
Winzige Pflanzenfossile liefern den Beweis
Die ersten Pflanzen besiedelten die Erde vermutlich mindestens 50 Millionen Jahre früher als gedacht. Das belegen Funde winziger Sporenpflanzen, berichten Biologen aus Großbritannien und dem Oman in der Fachzeitschrift Nature (Bd. 425, S. 282). Mit diesem Beweis könnten die Forscher eine lange Debatte um dieses einzigartige Ereignis der Erdgeschichte beenden.
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Bisher galten mikroskopisch kleine fossile Sporen, die wesentlich älter sind als die frühesten direkten Pflanzenüberreste, lediglich als unsichere Belege für die ältesten Landpflanzen. Die Beweiskraft dieser Sporen war bislang umstritten, da sie zum Beispiel denen von Wasseralgen ähneln und damit die Existenz landlebender Pflanzen nicht stichhaltig belegen. Sie tauchen in mindestens 475 Millionen Jahre alten Gesteinsschichten auf während die frühesten Pflanzenfossilien auf ein Alter von etwa 425 Millionen Jahre geschätzt werden.
Doch nun haben Charles Wellman von der Universität Sheffield und seine Kollegen einen Beweis dafür gefunden, dass die fossilen Sporen tatsächlich von landlebenden Pflanzen stammen: Sie entdeckten in Gesteinen aus dem Oman uralte Fragmente, die sich eindeutig als winzige Landpflanzen herausstellten. Diese Pflanzen enthalten große Mengen an Sporen, die mit den bereits bekannten und bislang umstrittenen Verbreitungseinheiten identisch sind und ein ähnliches Alter haben.
Die Fossilien aus dem Oman belegen nun überzeugend, dass die umstrittenen frühesten fossilen Belege für Landpflanzen tatsächlich von Landpflanzen stammen, die reichlich Sporen produzierten, schreiben Wellman und seine Kollegen. Da die winzigen Pflanzen nun bekannt seien, sollte dies auch die Suche nach weiteren Exemplaren entscheidend vereinfachen, so die Forscher.
ddp/bdw – Cornelia Pfaff

















