Forscher: Fettes Essen erhöht nicht das Schlaganfallrisiko
Frühere Annahmen über einen Zusammenhang haben sich nicht bestätigt
Fettes Essen erhöht entgegen einer weit verbreiteten Ansicht nicht das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Das konnten amerikanische Wissenschaftler in einer Studie mit knapp 44.000 Männern zeigen, deren Fettkonsum und Gesundheitszustand sie über einen Zeitraum von 14 Jahren hinweg verfolgten. Weder Menge noch Art des verzehrten Fettes spielte eine Rolle, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift British Medical Journal (Bd. 327, S. 777).
ANZEIGE
Frühere Studien hatten häufig nahegelegt, dass ein Zusammenhang zwischen dem übermäßigen Verzehr so genannter gesättigter Fette – beispielsweise in Butter – und einem erhöhten Arteriosklerose- sowie Schlaganfallrisiko besteht. Ungesättigten Fetten, wie sie in Olivenöl enthalten sind, wurde dagegen eine positive Wirkung auf die Blutgefäße nachgesagt.
Doch Ka He von der Harvard-Universität in Boston und seine Kollegen bestreiten nun aufgrund ihrer Studie, dass eine Verbindung zwischen Fettkonsum und Schlaganfallrisiko besteht. Die Forscher befragten die Studienteilnehmer wiederholt nach deren familiärer Krankengeschichte, Lebensstil und Ernährungsgewohnheiten. Von Interesse waren dabei vor allem fettreiche Lebensmittel wie zum Beispiel rotes Fleisch und Nüsse.
Im Verlauf der Studie traten mehr als 700 Schlaganfälle auf, schreiben die Wissenschaftler. Diese konnten jedoch weder auf ein Zuviel an Fett noch auf eine bestimmte Fettart – sei es tierisches oder pflanzliches, gesättigtes oder ungesättigtes Fett – zurückgeführt werden. Trotzdem müssten diese Ergebnisse noch durch weitere Untersuchungen bestätigt werden, erklärt He.
ddp/bdw – Stefanie Offermann

















