Tropische Frösche: Forscher klären Ursprung von Giftigkeit und Farbe
Eigenschaften haben sich im Laufe der Evolution mehrmals unabhängig voneinander entwickelt
Amerikanische Forscher haben den evolutionären Ursprung von Giftigkeit und greller Warnfarbe einiger tropischer Frösche aufgeklärt. Beide Eigenschaften sind offenbar gleichzeitig entstanden – und zwar mindestens vier mal unabhängig voneinander. Auch die Spezialisierung der Frösche auf eine bestimmte Nahrung habe dabei eine Rolle gespielt, berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift PNAS (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1073, PNAS: 2133521100).
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Biologen sprechen von Aposematismus, wenn ein Lebewesen – etwa weil es giftig ist – einem möglichen Fressfeind keinen Profit bringt und zugleich noch ein Warnsignal wie beispielsweise eine grelle Färbung trägt. Diese Eigenschaft findet sich häufig, etwa bei Amphibien, Reptilien und Fischen.
Juan Santos von der Universität von Texas in Austin und seine Kollegen konnten nun zeigen, dass der Aposematismus bei den leuchtend gefärbten Giftfröschen der Familie der Dendrobatidae in der Evolution mehrmals entstanden ist. Vier- bis fünfmal unabhängig voneinander entwickelten diese südamerikanischen Frösche die Eigenschaft, belegten die Wissenschaftler anhand von Stammbäumen, welche sie mithilfe von DNA-Analysen erstellten.
Zudem hänge die Giftigkeit der Frösche mit deren Fressgewohnheiten zusammen, erklären die Forscher. Die Tiere haben sich auf ein enges Nahrungsspektrum von Ameisen, Termiten und Milben spezialisiert. Diese liefern ihnen die giftigen Substanzen, vermuten die Wissenschaftler. Gestützt wird diese Annahme durch die Tatsache, dass sich die unscheinbareren und ungiftigen Verwandten der Giftfrösche vollkommen anders ernähren.
ddp/bdw – Stefanie Offermann


















