Künstlicher Stern lässt Keck-Teleskop klarer sehen
Neuer Durchbruch bei adaptiver Optik gelungen
Das Zehn-Meter-Teleskop des Keck-Observatoriumsauf Hawaii hat jetzt den Durchblick: Dank eines künstlichen, von einem Laser erzeugten "Leitsternes" lässt sich die adaptive Optik des Teleskops in Zukunft auf jedes Objekt im Himmel anwenden.
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Mithilfe der adaptiven Optik gelingt es Astronomen, die Verzerrungen des Sternenlichts auf dem Weg durch die Atmosphäre auszugleichen. Dazu war bislang ein relativ heller Leitstern in der Nähe des Beobachtungsobjektes notwendig, um den Einfluss der Luftbewegungen zu ermitteln. Das begrenzte den Einsatz adaptiver Optik auf etwa ein Prozent aller Sterne.
Beim Keck-Teleskop erzeugt jetzt ein 15-Watt Farbstoff-Laser einen künstlichen Leitstern. Das Laserlicht bringt in 90 Kilometer Höhe Natrium-Atome zum Leuchten. Der Lichtpunkt ist zwar zu schwach, um für das menschliche Auge sichtbar zu sein, für das Keck-Teleskop ist er aber genau richtig.
Bei kleineren Teleskopen sind ähnliche Systeme schon in Gebrauch, doch das Keck-Teleskop ist die erste der größten Sternwarten der Welt, die damit ausgerüstet wird. Die Entwicklung des künstlichen Leitsterns und der Einbau in das Teleskop dauerten insgesamt neun Jahre.
Vom Ergebnis sind die Astronomen begeistert: "Dies ist einer der schönsten Momente in allen meinen Jahren am Keck", sagte Direktor Frederic Chaffee, nachdem sich seine Kollegen den T-Tauri-Stern HK Tau vorgenommen und ein hervorragendes Bild von der Scheibe um dessen Begleitstern erhalten hatten. Nun brennen die Forscher darauf, die Entstehung der Galaxien mit ihrem neuen System zu erforschen.
Ute Kehse


















