Gockel sparen mit dem Sperma
Hähne verteilen ihren Samen nach dem Sexappeal der Hühner
Gockel gehen äußerst sparsam mit ihrem Sperma um und verteilen es nach einem ausgeklügelten Prinzip: Neben dem Sexappeal der Henne ihrer Wahl spielt dabei auch die Zahl der Rivalen, die sich um diese bemühen, ein Rolle. Das haben amerikanische Wissenschaftler herausgefunden. Über ihre Forschung auf dem Hühnerhof berichten sie in der Fachzeitschrift Nature (Bd. 426, S. 70).
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Auf dem Hühnerhof, wo Promiskuität an der Tagesordnung ist und sich jedes Huhn mit jedem Hahn paart, herrscht ein raffiniertes Fortpflanzungssystem. Das entdeckten Tommasio Pizzari von der Universität von Leeds und seine Kollegen, als sie den Hennen eine Art Vogeldiaphragma einsetzten und die abgegebene Spermamenge bestimmten.
Ein Huhn ohne weitere Bewerber erhält nur eine minimale Menge Sperma, ergaben die Versuche. Hat sich eine Hühnerdame dagegen schon mit anderen Gockeln gepaart, erhöht der Hahn seine Spermamenge auf das Höchstmaß – allerdings nur, wenn er in der Hackordnung oben steht. Andernfalls hebt er sich seine Spermien für einen günstigeren Moment auf.
Bekannte Hühner bekommen dabei generell weniger ab als fremde Hühner, erklären die Forscher. Und das Huhn mit dem schönsten Kamm, das auch die Eier mit dem größten Eigelb legt, erhält besonders viel Sperma. Auf diese Weise erhöhen die Hähne die Garantie dafür, dass ihre Spermien den Kampf um die Eizelle gewinnen und das spätere Küken ihre Gene trägt.
ddp/bdw – Stefanie Offermann

















