Gedächtnisenzym in Mäusen identifiziert
Protein Kinase C vermittelt in der Bildung eines Langzeitgedächtnisses
Wenn einzelne Erinnerungen vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis gelangen, spielt das Enzym Protein Kinase C (PKC) eine entscheidende Rolle. Das haben amerikanische Forscher in Untersuchungen mit Mäusen nachgewiesen, wie sie auf dem Jahrestreffen der Gesellschaft für Neurowissenschaften in New Orleans berichteten.
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Ashok Hegde von der Wake Forest in Winston-Salem und seine Kollegen beobachteten weibliche Mäuse bei der Paarung. Mäuse behalten den Geruch ihres Partners bis zu sieben Wochen nach der Zeugung im Gedächtnis. Die Forscher untersuchten den Stofftransfer in den Nervenzellen der Mäuse, während diese Erinnerungen gespeichert wurden.
Bei der Bildung einer Erinnerung werden neue Verknüpfungen im Nervensystem geschaltet und andere gelöst. Diese Veränderung der Struktur des Netzwerks der Nervenzellen wird durch bestimmte Proteine verursacht, für die Gene in den Nervenzellen den Bauplan enthalten. PKC aktiviert genau diese Gene und setzt damit die Bildung der Langzeiterinnerung in Gang, erkannten die Forscher in ihren Experimenten. Die exakte Wirkung des Enzyms ist jedoch bislang nicht bekannt.
Ob dieser Mechanismus beim Menschen genauso funktioniert wie bei Mäusen, wissen die Forscher noch nicht. Aus den entzifferten Genomen des Menschen und der Maus versuchen sie, auf gemeinsame Gene zu stoßen, die bei der Bildung eines dauerhaften Gedächtnisses eine Rolle spielen.
ddp/bdw - Sandra Saladin

















