Schmerzfrei Spritzen mit Mikronadeln
Forscher: Mit ultradünnen Nadeln können Wirkstoff gezielt in die Haut injiziert werden
Mit Mikronadeln können Patienten künftig ihre Medikamente sehr gezielt und schmerzfrei gespritzt bekommen. Die Nadeln weisen damit nicht die Nachteile herkömmlicher Nadeln und medizinischer Pflaster auf, schreiben amerikanische Wissenschaftler im Fachmagazin PNAS (Bd. 100, S. 13755).
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Die kleinsten der von Mark Pausnitz von der Technischen Hochschule von Georgia in Atlanta und seine Kollegen entwickelten Nadeln sind nur einen tausendstel Millimeter dünn. Sie bestehen aus Silizium, Metall, biologisch abbaubaren Polymeren und Glas und sind massiv oder hohl. Für die Herstellung benutzen die Wissenschaftler Vorlagen ähnlich wie Backformen zum Kuchenbacken. So können Mikronadeln in verschieden Größen, Breiten und Profilen angefertigt werden.
Sowohl massive Nadeln als auch hohle waren stabil genug, um Hautproben mehrmals zu durchstechen. Daraufhin erprobten die Forscher die Nadeln an Ratten mit Diabetes, denen sie damit Insulin verabreichten. Mit den Nadeln ließen sich kleinste Mengen Insulin, Medikamente oder Impfstoffe gezielt injizieren, berichten die Forscher. Wegen ihrer geringen Größe treffen sie dabei wenige Nervenzellen und verursachen somit kaum Schmerzen.
Mit den Nadeln lassen sich Wirkstoffe gezielt sogar in einzelne Zellen einbringen, wiesen die Wissenschaftler nach. Dazu versetzten sie Prostatazellen mit einer fluoreszierenden Lösung und überprüften die Aufnahme der Farbstoffe. Fast neunzig Prozent der Zellen nahmen die Lösung auf. Pausnitz und sein Team wollen ihre Mikronadeln bald auch an Patienten erproben. Zunächst sollen die Nadeln mit herkömmlichen medizinischen Pflastern kombiniert werden.
ddp/bdw - Sandra Saladin

















