Urintest entlarvt Nierenkrebs
Mit einfacher DNA Analyse ist eine Früherkennung der schwer diagnostizierbaren Tumoren möglich
Mit einem einfachen Urintest kann schwer diagnostizierbarer Nierenkrebs schon im Frühstadium festgestellt werden. Das berichten amerikanische Forscher in der Fachzeitschrift Cancer Research (Ausg. vom 15. Dezember). Bisher ist die Diagnose aller Krebserkrankungen der Niere nur durch so genannte bildgebende Verfahren möglich.
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Nierenkrebs ist tückisch: Er verursacht lange Zeit keinerlei Beschwerden, bildet jedoch schon früh Metastasen, die sich im Körper ausbreiten. Wenn sich dann Symptome wie beispielsweise Blut im Urin ohne begleitende Schmerzen zeigen, ist die Erkrankung häufig bereits sehr weit fortgeschritten und nur noch schwer behandelbar. Festgestellt werden kann eine solche Krebserkrankung fast ausschließlich durch Computer- oder Magnetresonanztomographie
Einfacher arbeitet hingegen der von Paul Cairns vom Fox-Chase-Krebszentrum in Philadelphia und seinen Kollegen entwickelte Test: Dabei überprüfen die Forscher das Erbgut toter Zellen, das die Patienten mit ihrem Urin ausscheiden. Hat der Patient Nierenkrebs, sind fast immer gewisse so genannte Tumorsuppresor-Gene, die normalerweise das Wachstum von Zellen unterbrechen, ausgeschaltet. Daher verrät das Aktivierungsmuster dieser Gene den Forschern, ob eine Krebserkrankung der Niere vorliegt oder nicht.
Der neue Test erwies sich in ersten Versuchen als sehr korrekt und außerordentlich zuverlässig. So konnte er in 27 von 30 Fällen Nierenkrebs in der so genannten Phase 1 aufspüren, in der noch keinerlei Streuung des Tumors erfolgt ist. Auch für die Patienten ist diese Diagnosemethode sehr angenehm: Sie erfordert weder viel Zeit noch viel Geld und ist ohne einen Eingriff oder aufwändige Apparate durchführbar. Die Forscher hoffen nun, dass ihr Test nach einer Bestätigung der Ergebnisse in Zukunft routinemäßig bei Vorsorgeuntersuchungen eingesetzt werden kann.
ddp/bdw – Ilka Lehnen-Beyel

















