Hirnwellenmuster sagt Flüchtigkeitsfehler voraus
Auf den Abfall der P300-Wellen folgt häufig ein Fehler
Das Muster bestimmter Gehirnwellen kann möglicherweise kleine Flüchtigkeitsfehler vorhersagen. Wenn die so genannten P300-Gehirnwellen abfallen, folgt häufig ein Fehler. Das berichteten britische Mediziner auf dem Jahrestreffen der britischen Physiologischen Gesellschaft in Cambridge.
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Avijit Datta von der Universität Cambridge und seine Kollegen untersuchten Veränderungen der Gehirnwellen während einer leichten Aufgabe, die sich mehrfach wiederholte. Die Testpersonen sollten in einem zehn Minuten dauernden Test eine Maustaste drücken, sobald eine Ziffer auf ihrem Computerbildschirm erschien. Allerdings mussten sie dabei die Zahl 3 ignorieren. Probanden, deren P300-Werte sanken, waren kurz darauf anfälliger, einen Fehler zu machen.
Bestimmte Anreize aktivieren diese speziellen Gehirnströme und führen dann zu einer entsprechenden Reaktion, erklären die Forscher. Da es bereits möglich ist, Gehirnwellen mit Elektroden zu messen, könnte ein Test zur Überprüfung der kognitiven Leistung entwickelt werden. Damit ließe sich beispielsweise die Fahrtauglichkeit überprüfen, hoffen die Forscher.
Durch Müdigkeit oder Unaufmerksamkeit bei einer eintönigen Aufgabe oder während einer intensiven Arbeitsphase können triviale Fehler auftreten. Obwohl sie meistens harmlos sind, könnten diese kleinen Fehler auch schwerwiegende Auswirkungen haben wie beispielsweise bei der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl, sagt Datta.
ddp/bdw – Sandra Saladin

















